Welche satirischen Formate gibt es denn noch im Land der Zeugen Coronas und der staatlich anerkannten Verfassungsverweigerer? Das Gelumpe, das sich heute erdreistet, sich selbst als Comedian oder Kabarettisten zu bezeichnen und die weiter unten genannten Zertifikate für Linientreue immer wieder abräumt, lassen wir mal lieber gleich außen vor. Witzige Einzeltäter gibt es nur noch wenige, wie zum Beispiel Ludger K. oder Marc-Uwe Kling. Die Heute-Show war niemals satirisch, sondern einfach nur peinlicher Scheiß für nachhaltig Humorgestörte. Zertifiziert wurde der ganze geistige Abfall dann auch durch Preise wie den Deutschen Comedy-Preis, das Bambi, die Goldene Kamera oder den Bayerischen Fernsehpreis mit Eichenlaub und Edelweiß. Da wäre dann nur noch Extra 3, das satirische Bollwerk früherer Zeiten. Dort steht mittlerweile leider auch alles in Reih und Glied, wenngleich die Propaganda, zumindest für den eher leichtgläubig veranlagten Zeitgenossen, schon etwas subtiler abläuft als bei dem welken Kram von gestern und vorgestern. Trotzdem scheißen … äh, schießen die Pappfiguren, Pappnasen und Pappaufsteller von Extra-Brei mit grobem Schrot aus Unfug im Neusprech auf alles, was rechts und links … nee, heute ist ja alles rechts … von schön doof deutsch ist. Wer da noch lacht, der, die, das … ach, lassen wir das.

Die Russenpeitsche schlägt wieder zu

Die Russenpeitsche schlägt wieder zu

Aber halt. Es gibt da ja noch dieses neue Ding namens Internet. Dort kann der nach politischer Satire dürstende, der die Nase mehr als nur gestrichen voll hat von der Propaganda der Michel-Eliten, von den Leuten mit dem proppenvollen Geldspeicher und dem sehr hohen Rand am sehr kleinen Teller, noch fündig werden. Dafür muss man seinen virtuellen Blick allerdings nicht in den Westen richten zu den irren Cowboys auf ihrem Subkontinent der unbegrenzten Unmöglichkeiten, sondern eher einen Blick nach Osten werfen. RT Deutsch heißt das Teil. Was? Die Propaganda vom Russen soll ich mir geben? Ich will es mal so sagen: Wenn man ein Covidiot, Corona-Kritiker (medial Leugner genannt), Reichsbürger, verantwortungsloser Krimineller, illegaler Demonstrant, andersdenkender oder querdenkender Komsomolze, Terrorist, Maskenhasser, Warteschlangen-Haucher, Kassenrammler oder ein alter weißer toxischer Mann/Frau/Ding ist, dann … JA! Wenn man ein Zeuge Coronas ist, Verfassungsverweigerer, Grüner Khmer, feministischer Extremist, ein paläo-veganes Lifestyle-Wesen auf der ständigen Suche nach einem besseren eigenen Selbst, wenn man linientreuer und systemtreuer Elitesympathisant ist oder sich auf irgendeine andere Art und Weise als teamunfähig, intolerant und demokratiefeindlich profilieren möchte, wenn man wirklich Wesen wie Mutti, dem Sams, Flinten-Uschi, Dr. Überall oder dem Maasmännchen das ganze dumme bzw. erstunkene und erlogene Gesülze abkauft, dann … NEIN! In diesem Fall muss man sogar vor dem Konsum der russischen Propaganda warnen, weil es unter Umständen bei unwiderruflich Indoktrinierten zur vollständigen Schmelze des mehr oder weniger vorhandenen, noch funktionierenden Resthirns kommen kann.

Gibt es abgesehen von meiner eben ausgearbeiteten, lupenreinen Argumentationskette noch ein weiteres erschlagendes Argument für einen Sender, der direkt aus den Folterkellern des Kremls ausgestrahlt und der direkt aus Putins Sparstrumpf finanziert wird? Vielleicht, dass schon der gute, alte, weiße, toxische Mann Johann Wolfgang Goethe ein Fan des um 1815 gegründeten, deutschen Ablegers von RT (ehemals Russia Today) war und damals dichtete:

Dieses Baumes Blatt, der von Osten
meinem Garten anvertraut,
gibt geheimen Sinn zu kosten,
wie’s den Wissenden erbaut.

Hier muss der Russe durchgekommen sein

Hier muss der Russe durchgekommen sein

Ja, der alte Goethe war nicht nur ein Universalgelehrter, sondern auch ein schlauer Fuchs und eventuell ein russischer Agent, der über subtile Botschaften Agitation betrieb. Volker Pispers, seines Zeichens der beste Kabarettist aller Zeiten und Welten, hat in seinem Programm auch immer wieder darauf hingewiesen, das wir auf der Suche nach Freunden vielleicht den Blick in die falsche Richtung gelenkt haben und jetzt von Saurons Auge gebannt sind. Schaut mal, wie oft und wo die USA in ihrer Geschichte ihr Land (und uns) am anderen Ende der Welt mit Rohstoffen versorgt haben und wie oft und wann das „die Russen“ oder „der Russe“ getan hat. Na ja, langer Rede kurzer Unsinn: Ich gucke mir mittlerweile lieber ein gut gemachtes Satire-Magazin direkt aus dem Osten an als ein beschissenes, das von den ewig Reichen und Mächtigen aus dem Westen finanziert und manipuliert wird. Zu guter Letzt also der Link zum noch vorhandenen YT-Kanal des mir momentan einzig bekannten, wirklichen, wahrhaftigen und erlebenswerten Satire-Magazins, das manchmal sogar mit einer Portion Selbstironie daherkommt…

451 Grad von RT Deutsch

P.S.: An dieser Stelle liebe Grüße an King Arthur, den Chef-Propagandisten von RT Deutsch, der im Urlaub gerne eine bescheidene Suite im Westflügel des Schlosses am Schwarzen Meer bewohnt, das in Wahrheit gut versteckt in einem unzugänglichen Teil des Schwarzwaldes liegt und in dem auch die Schwarzwald-Klinik gedreht wurde.

P.P.S.: Die drei eben genannten Orte werden übrigens, meiner Meinung nach hätte das schon vor langer Zeit geschehen müssen, politisch korrekt umbenannt. Das Schwarze Meer wird bis zur endgültigen geopolitischen Lage einfach erst einmal in „Das Meer“ umbenannt. Für später wäre vielleicht „Sleepy Ocean“ angedacht. Der Schwarzwald wird auf Vorschlag von King Arthur in „Martin Luther und Coretta Scott King-Wald“ umbenannt und die Schwarzwald-Klinik, das wäre mein Vorschlag, in „Alexej-Anatoljewitsch-Nawalny-Klinik“. Dort könnte man Patienten behandeln, die von extrem fremdenfeindlicher und ultranationaler Gesinnung sind und die von einem Geheimdienst ein bisschen vergiftet wurden, um den Verdacht auf einen anderen Geheimdienst zu lenken. Wenn es so weitergeht, könnte das Konzept durchaus finanziell erfolgreich sein. Die bisherige Nutzung als Lazarett für verletzte US-Soldaten, auf die eine Kopfgeldprämie vom russischen Geheimdienst an Taliban-Kämpfer ausgesetzt worden war, erwies sich als nicht sehr erfolgreich, da der Bettenleerstand durchgehend bei 100 Prozent lag. Ob das daran liegt, das die Meldung darüber eine komplette Lügengeschichte ist, das gar kein Kopfgeld ausgesetzt wurde, das nicht genug Kopfgeld ausgesetzt wurde, das kein Taliban getroffen oder alle zu gut getroffen haben, kann im Moment seltsamerweise nicht einmal der Spiegel beantworten.

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