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Naturschutzgebiet „Schiefer Holzer Berg“:

Das ziemlich kleine, aber sehr feine Naturschutzgebiet „Schiefer Holzer Berg“ (Trockenlebensräume – Sieben Berge / Vorberge) am Rande Alfelds liegt in einer mehr als nur gefälligen Landschaft und bietet ein Potpourri an Pflanzen, von denen man die meisten auch in der Umgebung „freilebend“ erleben kann. Hier kann man auf engstem Raum im Wandel der Jahreszeiten jede Menge erleben, bewundern und bestaunen…

So oft wie möglich immer wieder als Teil einer Wanderung oder als reine Herzerfreu-Exkursion…

Das Naturschutzgebiet ist im Grunde nicht barrierefrei, denn es befindet sich auf einem recht steilen Hang. Manchmal „muss“ man etwas klettern, um auf einen parallelen Weg zu gelangen und zudem sind die Pfade sehr schmal…

Zahlreiche Pflanzen (natürlich nicht nur) des Alfelder Berglandes. Neben etlichen Orchideenarten gibt es auch Pflanzen wie die Türkenbund-Lilie, die Akelei oder das Große Windröschen…

Der perfekt gelegene Parkplatz befindet sich direkt am Naturschutzgebiet, an der L485 zwischen Sibesse und Alfeld bzw. Sack und Langenholzen

Mit dem ÖPNV etwas schwierig. Wochentags (Mo-Sa) fährt zwischen Hildesheim und Alfeld die Linie 44 des RVHI. Von der Haltestelle „Sack / Ortsmitte“ bzw. „Abzweigung Sack“ geht man in die Straße „Solbrink“, die auf einen Wiesenweg am Warnebach führt. Von diesem aus kann man dann von hinten in das Naturschutzgebiet einsteigen…

Das NSG „Schiefer Holzer Berg“ ist zusammen mit anderen und neuen Gebieten um Alfeld zum NSG „Trockenlebensräume – Sieben Berge / Vorberge“ zusammengefasst worden. Da ich das erst während der Erstellung des Beitrags gemerkt habe und dieser sich auch nur mit dem Schiefer Holzer Berg beschäftigt, lasse ich die alte Bezeichnung erst noch einmal stehen… 

Ausblick vom Parkplatz

Ausblick vom Parkplatz

Haha! Kaum guckt man mal ein, zwei Jahre nicht hin, hat das NLWKN alle möglichen Schutzgebiete der Sieben Berge / Vorberge durcheinander gemischt und anders wieder zusammengesetzt. Das ist natürlich jetzt nur der laienhafte Blick auf die Dinge, aber mir erscheint es schon seltsam, das ein winziger Teil des NSG „Karlsberg“ und ein kleiner des NSG „Wernershöhe“, nicht in das neue NSG mit einbezogen wurde. Das macht die Sache für den Nichtakademiker irgendwie etwas unübersichtlich und darum lasse ich alles erstmal beim Alten und beschäftige mich in meinen Beiträgen mit den Gebieten unter ihren früheren Schutzgebietsbezeichnungen.

So langsam soll ja auch die Kategorie „Kostbar“ wieder mit Leben gefüllt werden. Burgen und Klöster, Schutzgebiete und besondere Orte aller Art und hoffentlich noch einiges mehr, möchte ich hier nach und nach kurz vorstellen. Als erstes fiel mir unser „Lieblings-Naturschutzgebiet“ im Raum Hildesheim ein, das wir vor einigen Jahren „entdeckten“, nachdem wir hier jahrelang immer wieder einfach vorbeigefahren waren. Seitdem wir hier waren, haben wir vermehrt auch andere Gebiete solcher Art besucht und feststellen müssen bzw. dürfen, das es im Raum Hildesheim gar nicht so wenige Standorte „außergewöhnlicher“ Pflanzen gibt. Natürlich ist der Reichtum der Flora hier nicht so hoch wie z.B. im „sonnigen“ Süden der Republik, aber wenn man die Augen offen hält und zur rechten Zeit am rechten Ort ist, kann man auch hier erstaunliche Entdeckungen machen. Das Alfelder Bergland stellt in diesem Zusammenhang noch einmal eine Besonderheit dar, weil hier, wohl wegen der geologischen Situation, ein besonderer Reichtum herrscht. Ein entsprechendes Video zu „Alfelds Wilden Orchideen“ gibt sachkundige Hinweise dazu. Das Naturschutzgebiet „Schiefer Holzer Berg“ nimmt dabei fast auch noch eine Sonderstellung ein, denn hier gibt es auf engstem Raum eine Vielzahl mehr oder weniger seltener und erstaunlicher Pflanzen, die man im Umfeld Alfelds zwar findet, aber auch mit mehr oder weniger Aufwand verbunden, suchen muss. Auf dem relativ kleinen Hang dieses Berges können sich die Pflanzen nicht so gut verstecken und man kann sie sich hier ganz in Ruhe ansehen und sich ihr Aussehen für Exkursionen in die Umgebung „abspeichern“.

Naturschutzgebiet

Naturschutzgebiet „Schiefer Holzer Berg“

Für eine Anreise mit dem ÖPNV ist dieses Naturschutzgebiet wegen des eher unregelmäßigen Busverkehrs nicht so gut geeignet. Ich werde aber versuchen, da wir ja auch noch mittelfristig auf Bus und Bahn angewiesen sein werden, eine hoffentlich besser erreichbare Tour auszuarbeiten, die auch die beiden nahegelegenen Naturschutzgebiete „Karlsberg“ und „Wernershöhe“ umfasst. Mit dem Auto hat man natürlich den wunderbar gelegenen Parkplatz an der Landstraße. Leider gibt es auch hier wieder mal keinen netten Rastplatz, aber immerhin wurden an dem vor einigen Jahren angelegten Rückhaltebecken einige Bänke aufgestellt.

Von hier aus geht es über die Straße und dann, etwas im Gebüsch versteckt, durch eine Holzpforte im Zaun, in das Naturschutzgebiet. Es gibt etliche Wege in dem kleinen Gebiet, die immer parallel zum Hang verlaufen und meist an ihrem Ende durch einen „Trampelpfad“ verbunden sind. Eine richtige Runde, die alle Wege umfasst, kann man aber nicht wirklich drehen. Da muss man schon ein wenig hin- und herlaufen. Das lohnt sich aber wirklich und es war in diesem NSG, das wir es uns angewöhnt haben, solche Gebiete im Schneckentempo zu durchqueren. Denn es ist durch die Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen und die zeitweise „Verkrautung“ des Gebietes manchmal wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, wenn man nichts übersehen will. Gerade solche Pflanzen wie die Fliegen-Ragwurz sind in solchem Gelände nur schwer auszumachen. Ist aber wie mit vielen Vertretern der heimischen Flora … wenn man erstmal eine gefunden hat, sind auf einmal überall welche.

Graslilien-Hang

Graslilien-Hang

Das Naturschutzgebiet liegt auf einem relativ steil zur Sackmulde abfallenden Hang aus Pläner-Kalkstein und umfasst artenreiche Halbtrockenrasen, Gebüsche und Laubmischwaldfragmente, die von extensiv genutztem Grünland umgeben sind. Soweit die „offizielle“ und durchaus ausreichende Beschreibung des Gebietes. Was man im Wandel der Jahreszeiten hier vom Frühling bis in den Spätsommer erhaschen kann, hängt ganz von der eigenen Motivation ab und wie oft man zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Hier einige Beispiele für Pflanzen, die wir bislang im Naturschutzgebiet entdecken durften.

Türkenbund-Lilien

Türkenbund-Lilien

Da wir aber vieles übersehen haben, noch viel mehr einfach nicht kennen und vieles nicht mit Sicherheit bestimmen können, gibt es selbstverständlich noch viel mehr zu entdecken. Auch die Tierwelt des Gebietes hat sich uns noch nicht wirklich erschlossen. Da ist also noch viel Luft nach oben für eigene Entdeckungen.

Meine Maus war ja letztes Jahr auf „Urlaub“ im unterfränkischen Kreis Rhön-Grabfeld und ich hatte ihr von zu Hause aus für´s Wochenende einige Touren in die herrliche Umgebung ausgearbeitet. Da kam dann manchmal alle paar Minuten eine SMS mit Meldungen wie „Massenweise Bocks-Riemenzunge„, „Wilde Tulpen am Straßenrand“ und ähnliches. Das etliche dieser und anderer Pflanzen in unseren Breitengraden nicht gerade häufig vorkommen, kann man als bedauerlich empfinden. Meine Freundin berichtete aber auch, das etliche Menschen in der Gegend diese Blumen gar nicht mehr als besonders ansehen und einfach dran vorbeigehen oder auf einer Orchideenwiese vor der Haustür auch schon einmal ein Picknick machen. Also sehe ich wie fast immer lieber das Positive und erfreue mich umso mehr, wenn ich bei uns eine Pflanze entdecke, die ich lange nicht oder noch nie gesehen habe. Wenn dann doch einmal wenig Zeit zum Wandern ist und man in den Genuss blühender Pracht kommen will, kommt ein abwechslungsreiches und breitgefächertes Naturschutzgebiet wie das am Schiefer Holzer Berg gerade richtig…

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NSG 'Schiefer Holzer Berg'

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Parkplatz \'Schiefer Holzer Berg\': 52.007958, 9.868721
NSG \'Schiefer Holzer Berg\': 52.006614, 9.871098
Bank: 52.006188, 9.870910
: 52.005640, 9.871662
Die Schulenberger Kapelle: 52.005204, 9.874284

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2018-05-01T22:06:19+00:00