Da wir ja noch in der „Wander-Winterpause“ sind bzw. momentan nicht so viel gemeinsame Zeit haben, weil ich doch noch, für mich immer noch völlig unglaublich, einen „leidensgerechten“ und sogar meinen ersten wirklich liebenswerten Job ergattert habe, geht es heute mal um etwas, das nicht unbedingt mit dem Wandern zusammenhängt, für uns aber schon. Denn wer heute schnell, kurz, optimal, gemütlich oder sehenswert von A über B nach C kommen möchte, wird sich unweigerlich mit Navigation auseinandersetzen müssen. Wandertechnisch nutzen wir jetzt schon seit geraumer Zeit die App „Locus Maps“ mit den tollen „OpenAndroMaps“ und brauchen gekaufte Wanderkarten oder ausgedruckte Touren nur noch in den allerseltensten Fällen. Vielleicht mache ich da später auch noch einmal einen Beitrag, aber das Thema Wander-Navigation ist schon ganz schön komplex und ich habe mich da nur soweit reingefummelt, wie es sein muss. Frei nach dem immer wieder gern angewendeten Motto: So viel wie nötig, so wenig wie möglich! Jetzt aber endlich zum eigentlichen Thema, nämlich der Navigation mit dem Auto.

Da scheiden sich die Geister und oft muss ich schmunzeln, wie heutzutage, statt diese tolle Neuerung begeistert zu feiern, in einschlägigen Foren über kleine und kleinste Nicklichkeiten agressiv diskutiert wird. Ich kann mich noch erinnern, das ich als „Co-Pilot“ meiner Süßen bis vor 10-15 Jahren zerfledderte Karten mit der Lupe zu entziffern versuchte, um uns einen Weg durch den Verkehrs-Dschungel zu suchen. Da amüsiert oder ärgert es mich je nach Gemütszustand schon, wenn der „typisch deutsche“ Nörgler sich darüber echauffiert, das die 5 Tage existierende Baustelle in der Schweinegasse in Puffelsfeld-Unterried nicht in seinem Navi auftaucht oder das es keine Funktion gibt, mit der man eine Route mit der VR-Brille an seinem Home-Connect-Kühlschrank erstellen kann.

Wir haben uns für unser erstes Navi entschieden, als wir für die Strecke Hildesheim-Wolfsburg (ca. 80km) länger brauchten als ein Bekannter für die Strecke Bremen-Wolfsburg (ca. 200km). Langer Rede kurzer Sinn … da wir (hoffentlich) in einigen Monaten unseren LPG-Karpatenporsche bekommen, um damit wieder etwas flexibler unsere kleine Welt zu erkunden, habe ich mich mit einschlägigen Apps zur Navigation auf einem Android-Smarty beschäftigt. Wichtig war mir, das die App nicht zu viel (gar nichts) kostet, leicht bedienbar ist und die Optik ansehnlich ist. Hinweise auf „geschwindigkeitstechnische Gefahrenstellen“ wären natürlich auch sehr hilfreich. Da wir nur hierzulande unterwegs sind, habe ich mich dabei auch nur auf Germanien konzentriert. Unser altes Navi war ein Navigon, mit dem wir auch ziemlich zufrieden waren. Daran kann man vielleicht schon erkennen, das wir keine allzu hohen Ansprüche stellen. Aber Navigon ist ja demnächst komplett tot.

Meine Beschäftigung mit den Apps ging wie fast immer nicht allzu sehr in die Tiefe und auch nicht in die Breite. Außerdem konnte ich die Apps natürlich erstmal nur im „Trockendock“ ausprobieren, da wir noch lange auf unsere Datsche warten müssen. Über praktische Erfahrungen kann ich darum erst in einem späteren Update berichten. Aber da sich aus dem Wust an Navigationslösungen bereits eine deutlich herausgeschält hat, möchte ich für diese immer noch relativ unbekannte App ein wenig die Werbetrommel rühren. Die Programme, die ich ausprobiert und mit denen ich mich theoretisch beschäftigt habe, sind Locus, Waze, Here, Google Maps (die „Bild-Zeitung“ der Navi-Apps), TomTom, Sygic … und mein momentaner Favorit: MAGIC EARTH.

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  • Völlig kostenlos und werbefrei (es gibt keine Pro-Version)
  • Seit Ende 2018 (angeblich) kein ungewollter Datenverkehr mehr mit Fremdservern
  • OSM-Kartenmaterial, an dem jeder mitarbeiten kann
  • Online und offline nutzbare Karten
  • HD-Traffic-Daten (bei Datenverbindung)
  • Hervorragender Demo-Modus (mit HD-Traffic)
  • Warnung vor „geschwindigkeitstechnischen Gefahrenstellen“
  • Superschnelle Routenfindung (Schnelle und kurze Route)
  • Keine unnötige Quatscherei („bitte geradeaus fahren!“)
  • Jede Menge Einstellungsmöglichkeiten
  • Externe/eigene Poi´s importierbar

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Da kann man stutzig werden. Kein Geld, keine Werbung, kein Datenklau und trotzdem Premium-Funktionen, für die andere Anbieter entlohnt werden wollen bzw. diese gar nicht haben. Magic Earth stammt von der holländischen Firma General Magic, die z.B. kostenpflichtige Fahrassistenten für das iPhone anbietet. Die Plattform für jenes Assistenzsystem ist diese Navigations-Software, die (noch) kostenlos angeboten wird, für die zumindest ich aber auch gerne einige Euronen hinblättern würde. Wie gesagt, wird sich die App erst im Praxisgebrauch bewähren müssen. Ich werde dann ein entsprechendes Update geben. Einen Blick ist diese Navi-App für´s heilige Blechle auf jeden Fall wert.

Link zum Unterforum bei „Android-Hilfe.de“: Magic Earth

Link zu „Erste Schritte mit ME“ auf „Android-Hilfe.de“: Erste Schritte

Link zu „Tipps / Kurzanleitungen“ auf „Android-Hilfe.de“: Tipps

Link beim Anbieter General Magic: Magic Earth

Kurzer Test bei „Mobilsicher.de“: Magic Earth

Video zum Test bei „Mobilsicher.de“: Magic Earth

P.S.: Auf dem Beitragsbild zu sehen ist der wundervolle Parkplatz am Premiumweg P9 bei Roßbach. Einfach der Straße „Berghof“ bis in die Pampa folgen und einen der wanderbaren nordhessischen Premiumwege genießen…

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