Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. Diese chinesische Weisheit findet sich auf der Website von Boris Reitschuster, einem auf Osteuropa spezialisierten Journalisten und Sachbuchautoren, der unter anderem von 1999 bis 2015 das Moskauer Büro des Focus leitete. Bis 2011 tat er das von Moskau aus, nach vermehrt auftretenden Drohungen bis 2015 aus Berlin. Reitschuster engagiert sich auch noch in vielfältiger Weise anderweitig journalistisch, wie man seiner Website „reitschuster.de“ entnehmen kann. Ich weiß nicht mehr, wie ich auf den Mann gestoßen bin, aber mir war er von Anfang an sympathisch. Da ich, was Journalismus angeht, mittlerweile sehr kritisch und vorsichtig geworden bin, habe ich natürlich recherchiert und unter anderem auf seiner Site unter dem Punkt „Über die Seite“ folgenden Passus gefunden, den man (nicht nur) heutzutage eher selten findet. Wenige setzen das Wort Wahrheit in Anführungszeichen und gestehen sich die mögliche eigene Fehlbarkeit ein. Das setze ich darum hier mal als Zitat ein:

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

„Ich kann Ihnen hier auf meiner Seite keine „Wahrheit“ anbieten. Im Gegensatz zu vielen Kollegen und denen, die sich selbst „Faktenfinder“ nennen. Ich kann Ihnen nicht mal versprechen, dass ich keine Fehler machen werde. Nicht mal, dass mir keine Fehleinschätzungen unterlaufen. Beides passiert. Aber ich finde, niemand, der ehrlich ist, kann von sich sagen, fehlerfrei zu sein. In meinen Augen ist entscheidend für Journalisten, dass sie immer auf der Suche sind. Alles ständig kritisch hinterfragen. Auch sich selbst und ihre eigenen Sichtweisen. Auch auf die Gefahr hin, geliebte Gewissheiten zu verlieren und sich eingestehen zu müssen, sich geirrt zu haben.“ – Boris Reitschuster auf seiner Website

Boris Reitschuster ist einer der ganz wenigen, die (nicht nur) in Corona-Zeiten noch den Mumm in den Knochen haben … Achtung, politisch unkorrekter Military Speech … in das Hauptquartier und an die Front zu gehen. Seine Videos dazu findet man auf seinem YouTube-Kanal. Seine Auftritte auf der Bundespressekonferenz, aber auch z.B. das Interview mit dem SPD-Abgeordneten Marcus Held und seine Aufnahmen bei Festnahmen von Corona-Maßnahmen-Gegnern am Brandenburger Tor, haben mich schwer beeindruckt und mir Mut gemacht, mich in dem Gefühl bestärkt, das vielleicht, hoffentlich wie so oft noch nicht alles verloren ist. Das nicht nur die Verächter sich Gehör verschaffen können, das nicht nur Checker, Petzen und Mitläufer die Meinung in diesem Land bestimmen und mit ihrem eintönigen Weltbild die Menschen manipulieren und diffamieren. Langer Rede kurzer Sinn: Sehen sie selbst…

Website reitschuster.de

YouTube-Kanal reitschuster.de 

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